Ehrenamt ist irgendwie mehr ehrenwert als amtlich. Amtlich ist aber, dass Ehrenamt eigentlich was Gutes ist. Ich zum Beispiel bin auch irgendwie ehrenamtlich tätig und das ist gerade weder ehrenwert noch amtlich. Amtlich ist aber, dass Ehrenamt gemacht werden muss. Vor geraumer Zeit haben wir unseren Verein gegründet und diesem auf die Fahne geschrieben, ein bisschen Gutes für die Kinder in unserer Region zu tun.

Hauptsächlich wollten und wollen wir den „sozial schwachen“ unter die Arme greifen, was sich aber schwieriger gestaltet als gedacht. „Sozial schwach“ hat nicht zwingend was mit Geld zu tun – Familien mit wenig Geld schaffen es häufiger ihrem Nachwuchs eine schöne Kindheit zu bescheren als die vermeintlich Reichen. Wir haben Kinder getroffen, die noch nie im Wald waren, geschweige denn jemals einen Tannenzapfen in der Hand hatten. Wir trafen Kinder die in sehr jungen Jahren schon die sogenannte Kneipenbräune vorweisen können, weil sie nicht aus dem Haus kommen. All das ist „sozial schwach“ aber das nur am Rande…

Was sich mir überhaupt nicht erschließt, ist die mangelnde Bereitschaft, etwas gegen diese Missstände zu machen. Einige überschätzen sich oder unterschätzen die Tätigkeiten im Ehrenamt. Andere denken, wenn man einmal hier ruft, gehört man zu den Guten. Die Wahrheit sieht irgendwie anders aus, ist aber überhaupt nicht schlimm. In unserem Verein geht es zum Beispiel darum, etwas schöne Zeit für viele Kinder zu gestalten um Geld zu verdienen, mit dem wir dann etwas schöne Zeit für andere Kinder gestalten können. Alle Kinder haben Spaß, Glück und Blödsinn verdient und allen Kindern können wir etwas davon bieten.

Im wahren Leben stellt sich nun aber leider heraus, dass das wahre Ehrenamt immer an denen hängen bleibt, die eigentlich gar nicht die Zeit und Mittel haben, sich um andere zu kümmern, weil sie zu Hause selber genug Bedarf an Spaß, Glück und Blödsinn haben. Wenn sich nun viele Menschen die Arbeit, die eigentlich durchgehend Spaß macht, teilen würden, könnte man mit ganz wenig (geteiltem) Aufwand eine Menge Gutes bewirken. Geeignet ist jeder, der Zeit hat und in der Lage ist, mit seinen zwei Händen normal umzugehen. Ein gewisser Draht zu Kindern wär zwar nicht schlecht, wenn man den aber nicht hat, kann man ja gerne auch im Hintergrund Gutes tun! Und auch wenn man nicht irgendwo nominell als Wohltäter genannt wird, ist es ein tolles Gefühl, Gutes getan zu haben. Und es gibt keinen schöneren Dank als ein glückliches Kind.

Denkt einfach mal drüber nach, setzt euch mit uns in Verbindung und fragt uns alles, was ihr wissen wollt!


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